Sie gehören zu unserer Gesellschaft genauso wie das Fernsehen, Radio und Zeitung. Im vergangenen Jahr wurden weltweit ca. 11 Milliarden Dollar Umsatz in der PC-Spiele-Industrie erzielt.Die durchgehend weiterentwickelte und somit hochauflösendere Grafik lassen die Spiele immer realistischer erscheinen, die sinkenden Preise der PC-Modelle mit den erforderlichen Hardwareansprüchen und die neuesten Möglichkeiten des illegalen Kopierens der Spiele machen den Konsum auch für einkommensschwache Personen erschwinglich.
Das ist weiterhin auch nicht schlimm, solange das Spielen Nebensache und nur ein kleiner Teil der Freizeitbeschäftigung bleibt. Die Gefahr besteht allerdings darin, dass für immer mehr Menschen, vor allem für Jugendliche, aus dem Zeitvertreib eine Lebensaufgabe wird. Dann wird nämlich das eigene soziale Umfeld zur Nebensache, man schottet sich ab und lebt nur noch für den virtuellen Erfolg.
Sicher, nicht jeder der am PC ein paar Stunden in der Woche aus Spaß ein wenig „zockt“ ist davon abhängig und es wird erst recht nicht aus jedem, der sogenannte Ballerspiele spielt, ein brutaler Gewalttäter. Doch ein gewisser Zusammenhang zwischen dem Spielen und dem Verhalten in der Gesellschaft ist immer vorhanden!
Wichtig für den angemessenen Gebrauch von PC-Spielen sind das Einstiegsalter der Kinder und vor allem die Art der Spiele. Dabei sollte natürlich nicht die vorgeschriebene Altersbegrenzung überschritten werden. Außerdem sollten Eltern darauf achten, was für Spiele die Kinder spielen. In der Spielewelt gibt es viele unterschiedliche Kategorien. Dazu gehören Jump & Run (ideal zum Einstieg, nur sehr wenig Gewalt, meist in Comicansicht), Simulationen (Rennspiele, Flugsimulatoren), Strategie (klassische Aufbau und Verwaltungstechnik), Rollenspiele (Spieler kann sich seine eigene Figur beliebig gestalten, sammelt Erfahrung mit dieser und kann manchmal ganze Welten erforschen), Ego-Shooter (Spieler spielt aus der Ich-Perspektive, oft sehr gewalttätig), Sportspiele und Onlinespiele (hohes Suchtpotenzial, Spieler kann sich mit anderen Spielern auf der ganzen Welt messen).
Nachdem nun auch die einzelnen Arten von Spielen bekannt ist, hier noch eine kleine Auflistung der Spieleklassiker: Need for Speed (Rennspielreihe), Oblivion, Gothic (Rollenspiele), Die Sims, Age of Empire (Strategie), Counterstrike, Half-Life (Ego-Shooter), World of Warcraft (Onlinespiel).
Zum Abschluss bleibt nur noch einmal zu sagen: Am PC spielen ist nicht schlimm, kein Spiel der Welt macht aus einem normalen Menschen einen Amokläufer, es benötigt noch viele andere Einwirkungen, um tatsächlich gewalttätig zu werden. Aber die Gewalt, die heutzutage in manchen Spielen als völlig „normal“ und als Standard angesehen wird, kann natürlich zur Gewaltbereitschaft des Konsumenten beitragen!
Also: Mit Bedacht genießen, das gilt sowohl für Alkohol als auch für PC-Spiele!